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Warum Wird Man Beschnitten?

Warum Wird Man Beschnitten
Bei Mädchen und Frauen – Traditionelle Durchführung einer weib­lichen Genitalverstümmelung ( Ubangi-Schari, Zentralafrika, vor 1936) Die Entfernung der Klitoris heißt fachsprachlich Klitoridektomie, das Einschneiden oder Einritzen der äußeren Genitalien Exzision, das Abtrennen der äußeren Genitalien und anschließende Zusammennähen der Wunde Infibulation,

Warum muss man sich beschneiden lassen?

Medizinische Gründe – Aus medizinischer Sicht können mehrere Gründe für eine Zirkumzision sprechen. Eine Beschneidung ist insbesondere bei einer Vorhautverengung (Phimose) indiziert. Hierbei lässt sich die Vorhaut nicht oder nur teilweise zurückziehen.

Vor allem im erigierten Zustand verursacht eine solche Verengung vielen Betroffenen Schmerzen. In einigen Fällen ist auch das Wasserlassen durch die verengte Vorhaut eingeschränkt. Zudem besteht die Gefahr, dass sich bedingt durch die Verengung ein “Ballon” an der Vorhaut bildet. Bei auftretenden Komplikationen kann diese Erscheinung im Rahmen einer Zirkumzision korrigiert werden.

Eine medizinische Indikation liegt ebenfalls bei w iederkehrenden Entzündungen im Bereich von Vorhaut, Eichel oder Harnwegen vor. Auch ein sogenannter “Spanischer Kragen” ( Paraphimose ) macht unter Umständen eine Beschneidung erforderlich. Hierbei kommt es zwischen Penisschaft und Eichel zu einer Einschnürung durch die Vorhaut.

Warum wird ein Junge beschnitten?

Beschneidung bei Jungen – Jungen wird bei einer Beschneidung die Vorhaut oder ein Teil der Vorhaut entfernt. Das ist zum Beispiel dann nötig, wenn die Vorhaut zu eng ist. Damit sie sich nicht entzündet und große Schmerzen verursacht, wird sie von einem Arzt in einer Operation abgetrennt.

Was ist besser beschnitten oder Vorhaut?

Die Beschneidung schützt nicht vor Infektionen – Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt die Beschneidung als Vorbeugung von HIV/Aids, Für den Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen bringt eine Beschneidung gar nichts. Aber Achtung: Die Beschneidung verhindert HIV nicht! Das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, ist nur etwas niedriger ohne Vorhaut.

  • Beim Geschlechtsverkehr kann es zu unsichtbar kleinen Verletzungen am inneren Vorhautblatt kommen, durch die das HI-Virus leichter eindringen kann.
  • Wenn ein Mann keine Vorhaut mehr hat, fällt dieser spezielle HIV-Übertragungsweg weg.
  • Die Beschneidung als Vorsorge vor HIV macht nur in Regionen Sinn, wo nicht genug Kondome zur Verfügung stehen.
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Dann ist es besser, mit einer Beschneidung das Risiko einer HIV-Infektion minimal zu senken, als gar nichts zu tun. Kondome schützen sehr gut vor einer HIV-Infektion. Daher gilt bei uns: Kondome als Schutz vor HIV anwenden!

Kann eine Beschneidung rückgängig gemacht werden?

Behandlungsmöglichkeiten – Eine Beschneidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Komplikationen aufgrund von FGM/C können aber behandelt werden bis hin zu Wiederherstellungsoperationen. Im Falle einer Infibulation (Typ III der Beschneidungsformen) kann eine Defibulation (Operation) helfen, körperliche Folgen der weiblichen Genitalbeschneidung zu reduzieren.

Hierbei wird das Narbengewebe geöffnet, das die Scheide bedeckt. Diese Operation führt zur Linderung der Schmerzen in folgenden Situationen: Während der Menstruation, beim Wasserlassen, bei häufigen Blasenentzündungen, beim Geschlechtsverkehr und bei der Geburt. Die Defibulation kann vor oder während der Geburt durchgeführt werden.

Bei einer infibulierten Frau ist deshalb beim Gebären nicht automatisch ein Kaiserschnitt nötig und eine normale Geburt ist möglich. In der Schweiz sind solche Operationen und auch andere Behandlungen bei gesundheitlichen Folgen von weiblicher Genitalbeschneidung möglich.

Sollte man Jungs beschneiden?

Neue Leitlinie: Ärzte raten von Jungen-Beschneidung ab – „95 Prozent der Jungen sind völlig gesund” – ein Kinderchirurg hält einen Skalpell in der Hand, mit dem Beschneidungen durchgeführt werden. Foto: dpa Picture-Alliance / Oliver Berg / picture alliance / dpa Eine neue Leitlinie zu Vorhautverengungen hält viele Eingriffe für medizinisch unbegründet.

Damit flammt eine alte Debatte wieder auf. Berlin. „Zwei kleine Schnitte – das ist schnell vorbei und hat nur Vorteile!” Das war über Generationen die gängige Vorstellung zur Jungenbeschneidung. Eltern glaubten Gutes zu tun, wenn sie ihre Jungen beschneiden ließen, selbst wenn es medizinisch nicht notwendig war.

Schon seit Jahren warnen Mediziner und Betroffenenverbände vor möglichen Folgen einer Vorhautentfernung und fordern genitale Selbstbestimmung. Nun haben sechs deutsche Ärzteverbände die aktuelle Forschung zusammengetragen und eine neue ärztliche Leitlinie zu Vorhautverengungen (Phimose) herausgebracht.

  • Sie empfiehlt, dass eine Operation nicht voreilig oder vorbeugend durchgeführt werden sollte.
  • Aus Sicht der Kritiker müsse damit das Jungenbeschneidungsgesetz, das seit Ende 2012 in Deutschland auch eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung erlaubt (§1631d Bürgerliches Gesetzbuch), hinterfragt werden.
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Dass die männliche Vorhaut nur ein unbedeutendes, Probleme verursachendes Stück Haut sei, sieht man an einigen deutschen Kinderkliniken schon länger kritisch. Bei einem Symposium zur Jungenbeschneidung, das der Kinderchirurg Kolja Eckert 2015 am Elisabeth-Krankenhaus in Essen organisierte, erklärte er einleitend: „Mir wurde beigebracht, Vorhäute abzuschneiden.

Was passiert wenn die Klitoris entfernt wird?

Beschneidungsarten –

Sunna: eher selten, mit der männlichen Beschneidung vergleichbarer Eingriff. Die Vorhaut der Klitoris wird eingestochen oder entfernt. Exzision: häufigste Form der Genitalverstümmelung. Teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris sowie teilweise oder komplette Entfernung der Schamlippen. Infibulation oder pharaonische Beschneidung: diese extremste Form der Beschneidung wird bei etwa 15 Prozent der Eingriffe vorgenommen. Dabei werden die gesamten äußeren Genitalien entfernt und die Vagina bis auf eine maiskorngroße Öffnung mit Dornen, Nadeln oder Fäden zugenäht. Weil Urin und Menstruationsblut nur langsam abfließen können, kommt es häufig zu chronischen Entzündungen.

Bildrechte: picture-alliance/dpa, Ursula Düren Zur Beschneidung werden Scherben sowie stumpfe Rasiermesser oder abgewetzte Metallschneiden benutzt. Zu den Folgen einer Genitalverstümmelung zählen schwere Blutungen, Verwachsungen, Infektionen, chronische Entzündungen, Harnwegsinfekte, lebensgefährliche Komplikationen bei Geburten, Unfruchtbarkeit, starke Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ein vermindertes sexuelles Empfinden.

Ist Beschneidung strafbar?

Es ist ein Urteil mit großer Wirkung: Das Landgericht Köln hat entschieden, dass die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen strafbar ist. Es handelt sich um eine Körperverletzung, auch wenn die Eltern des Kindes einwilligen. Bislang agierten die Mediziner in einer rechtlichen Grauzone.

Ist es besser sich zu beschneiden?

Wichtigste Risiken bei einer Beschneidung: –

BlutungenEntzündungenVerletzungen der Harnröhre

“Früher hat man relativ schnell operiert. Heute ist man sehr viel vorsichtiger geworden.” Martin Winkelheide, Wissenschaftsjournalist Ein medizinischer Grund für eine Beschneidung kann eine Vorhautverengung sein. In diesem Fall ist es oft schmerzhaft, die Vorhaut zurückzuziehen und es kann zu wiederkehrenden Entzündungen kommen.

  1. Ärzte neigen heute eher dazu, erst andere Behandlungsmethoden anzuwenden, bevor sie zum Skalpell greifen.
  2. Sie setzen beispielsweise entzündungshemmende Salben ein.
  3. Statistisch gesehen stecken sich beschnittene Männer nicht so schnell mit einigen sexuell übertragbaren Krankheiten an.” Martin Winkelheide, Wissenschaftsjournalist Die Beschneidung kann auch vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten wie Genital-Herpes oder Tripper schützen.
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Beschnittene Männer haben beispielsweise ein um 66 Prozent niedrigeres Risiko, sich mit dem HI-Virus anzustecken. Es gibt weniger Schleimhaut am Penis, über die das Virus in den Körper eindringen kann. Das ist ein Grund, wieso die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Ländern, in denen HIV weit verbreitet ist, die Beschneidung von erwachsenen Männern und von Jungen empfiehlt.

Ritiker sagen aber, dass jemand, der weiß, dass sein Ansteckungsrisiko geringer ist, sich leichtsinniger verhalten könnte. Diese Person könnte mehr Sexpartner haben, dadurch würde der Vorteil der Beschneidung möglicherweise verloren gehen. “Es gibt inzwischen bessere Methoden, die Ausbreitung von HIV zu bremsen.

Besser ist es, Infektionen früh zu erkennen und zu behandeln.” Martin Winkelheide, Wissenschaftsjournalist Es gibt Studien und Umfragen zum sexuellen Erleben von beschnittenen Männern und auch zum sexuellen Erleben von Frauen mit beschnittenen Partnern, die oft zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen.