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Warum Franken Keine Bayern Sind?

Warum Franken Keine Bayern Sind
Franken als einheitliches Gebiet existierte lange nicht – Bis heute gibt es große kulturelle Unterschiede zwischen den fränkischen und bayerischen Regionen des Freistaates. Das fängt beim Dialekt an, geht über unterschiedliche Traditionen und eine andere Mentalität bis hin zu religiösen Unterschieden,

  1. Doch in der Außenwahrnehmung wird Bayern mit Bergen, Lederhosen und Weißwurst verbunden – sehr zum Ärger der Franken.
  2. Doch “die Franken” gibt es eigentlich gar nicht.
  3. Über Jahrhunderte war die Region politisch zerstückelt,
  4. Leinstaaterei, Zwistigkeiten und Konflikte prägten das Gebiet – eine gemeinsame Identität gab es nicht.

Diese entwickelte sich vielmehr erst im Laufe des 19. Jahrhunderts – als Gegenentwurf zu der bayerischen Dominanz. Doch dass es überhaupt dazu kommen konnte, hat mit dem französischen Kaiser Napoleon Bonaparte zu tun.

Was ist der Unterschied zwischen Franken und Bayern?

Politische Gliederung – Die Region Heilbronn-Franken in Baden-Württemberg Die bayerischen Regierungsbezirke Unter-, Mittel- und Oberfranken Die Region Franken ist auf die Bundesländer Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg aufgeteilt. Der nach Bevölkerung und Fläche größte Teil Frankens gehört zum Freistaat Bayern und ist in die drei Regierungsbezirke und Bezirke Mittelfranken (Hauptstadt Ansbach ), Oberfranken (Hauptstadt Bayreuth ) und Unterfranken (Hauptstadt Würzburg ) gegliedert.

Der Name der Regierungsbezirke bezieht sich, ähnlich wie im Falle von Ober- und Niederbayern, auf die Lage zum Main. Entsprechend liegt Oberfranken an dessen Oberlauf, Unterfranken am Unterlauf und Mittelfranken dazwischen, wobei der Main nicht durch Mittelfranken fließt. Wo diese drei Regierungsbezirke aneinander grenzen, befindet sich der Dreifrankenstein,

Kleinere Teile Frankens gehören auch den Regierungsbezirken Oberpfalz und Oberbayern an. Die fränkischen Gebiete Baden-Württembergs sind die Landschaften Tauberfranken und Hohenlohe, die zur Region Heilbronn-Franken mit Sitz in Heilbronn gehören und dem Regierungsbezirk Stuttgart zugeordnet werden, sowie die Gegend um das badische Buchen in der Region Rhein-Neckar,

Wieso gehört Franken zu Bayern?

Regierungsbezirke entstanden 1838 – Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde 1806 auch der Fränkische Reichskreis aufgelöst. Franken wurde damals dem Königreich Bayern zugeschlagen, nach und nach ging das gesamte Gebiet der heutigen fränkischen Regierungsbezirke in Bayern über.

Ist Franken ein Teil von Bayern?

Franken bezeichnet im Allgemeinen das Gebiet der drei nordwestlichen Bezirke im Freistaat Bayern : Ober-, Mittel- und Unterfranken, Als Kultur-, Natur- und Tourismusregion umfasst Franken darüber hinaus angrenzende Gebiete in Baden-Württemberg und Thüringen.

Woher stammen die Franken ab?

Dieser Artikel bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung: Die einzelnen Kapitel weisen untereinander teilweise Redundanzen und Widersprüche auf, vor allem hinsichtlich der Unterteilung in Sal- und Rheinfranken (Einleitung; Kapitel „Salier und Rheinfranken” und Kapitel „Bezeichnung der Franken”), die auch nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand entspricht – siehe dazu die Erläuterungen im separaten Artikel Rheinfranken, Lage an der Grenze zum Niedergermanischen Limes – Germanische Stämme vor der „Fränkischen Genese” Die Franken (sinngemäß „die Mutigen, Kühnen”) waren einer der germanischen Großstämme aus der Gruppe der Rhein-Weser-Germanen, Sie formierten sich im 3.

Jahrhundert im Umfeld des von den Römern besetzten Teiles Germaniens durch Bündnisse mehrerer Kleinstämme. Die Franken (lateinisch Franci ) wurden in zeitgenössischen Quellen erstmals im Jahre 291 in einem Panegyricus auf die Kaiser Diokletian und Maximian erwähnt. Um 360/61 berichtete der spätantike römische Historiker Aurelius Victor in seinen Kaiserviten, dass die Völker der Franken (Francorum gentes) bereits Ende der 250er Jahre Gallien verwüstet hätten.

Salische Franken (auch Salier genannt) und Rheinfranken expandierten zunächst räumlich getrennt – die Salier über Toxandrien nach Gallien, die Rheinfranken über den Mittelrhein und das Moselgebiet nach Süden und in die ehemals linksrheinische römische Provinz Gallia Belgica,

Fränkische Krieger dienten dem Kaiser im 4. und 5. Jahrhundert als foederati, bevor sie im Übergang von der Spätantike ins Frühmittelalter das bedeutendste germanisch-romanische Nachfolgereich im Westen gründeten, wo der letzte weströmische Kaiser 476 abgesetzt worden war. Der merowingische König Chlodwig I.

vereinigte in den Jahren um 500 erstmals die Teilverbände der Salfranken und Rheinfranken und schuf das Fränkische Reich, das unter dem Karolinger Karl dem Großen seine größte Ausdehnung erfuhr. Franken und die einheimische Bevölkerung vermischten sich im Laufe der Zeit sprachlich und kulturell.

Im Westen dominierte die galloromanische Volkssprache, im Osten die fränkische Sprache, dazwischen bildete sich bis zum 9. Jahrhundert eine Sprachgrenze aus. Die moderne Region Franken bildete historisch das östlichste Siedlungsgebiet des Volksstammes. Unter den Enkeln Karls des Großen erfolgte zunächst eine Dreiteilung des großen Frankenreiches.

Das mittlere Königreich Lothringen wurde 870 zwischen dem Ostfrankenreich und Westfrankenreich aufgeteilt. Aus dem ostfränkischen Reich wurde später das Heilige Römische Reich, Aus dem westfränkischen Reich entstand Frankreich,

Was hat Frankreich mit den Franken zu tun?

Warum heißt Frankreich eigentlich Frankreich?

Eine kleine Geschichtsstunde

Der König Chlodwig I (geboren um 446 und gestorben 511) war ein großer fränkischer Militärführer. Es gelang ihm, einen Großteil der kleinen fränkischen Königreiche zu vereinen und somit ein sehr großes Reich zu schaffen, das von Norddeutschland bis in den Süden Galliens (heutiges Südfrankreich) reichte.

Chlodwig gilt als eine der wichtigsten Figuren der französischen Geschichte. Er ist der erste christliche König der Franken, erster König des « vereinigten » Frankenreichs. Das fränkische Volk war ein Kriegervolk, Der Frankenkönig wurde von verschiedenen Kriegsherren ge wählt, die Krieger entscheiden also freiwillig, an seiner Seite zu kämpfen.

Deshalb bedeutet das Wort “frank” auch “frei”.

  1. Die Bezeichnung « Frankreich » kommt somit von der ursprünglichen Bezeichnung Frankenreich und bedeutet das Land der Franken, das Land der freien Menschen.
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  4. Kommt die französische Sprache von den Franken?
  5. Die Franken sprachen fränkisch, eine germanische Sprache mit vielen Varianten je nach Völkerstamm.

Vor der Ankunft der Franken sprach man in einem Großteil von Gallien Latein. Nicht das Latein, das man heute in der Schule lernt, sondern ein einfacheres Latein, das man Vulgärlatein nennt. Das hat sich auch mit der Ankunft der Franken in Gallien nicht geändert.

Französisch Deutsch
la guerre der Krieg
le guerrier der Krieger
frapper schlagen
guetter auflauern
épier spähen
guider führen
gagner gewinnen

Als Kriegervolk haben die Franken jedoch Vokabular aus dem Kriegsbereich hinterlassen. Auf der Tafel links sind einige Beispiele.

Französisch Deutsch
le haricot die Bohne
le hangar die Lagerhalle
la halle die Halle

Die Franken in Deutschland Auch heute noch gibt es in Nordbayern eine Region, die Franken heißt. Die hügelige Landschaft mit den zahlreichen Burgen zieht viele Touristen an. Die größte Stadt in Franken ist Nürnberg. Sie ist immernoch von ihrer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und man kann die alte Festung – die Kaiserburg – und viele alte Häuser bewundern.

  • Nürnberg ist unter anderem berühmt für seine Lebkuchen und die Nürnberger Würstchen.
  • Text: Die Redaktion Zeichnungen: Alina und André
  • Text und Zeichnungen © Grand méchant loup | Böser Wolf

Karte Franken © Wikipedia, Sémhur, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 : Warum heißt Frankreich eigentlich Frankreich?

Ist Nürnberg Franken oder Bayern?

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 5′ O | |
Basisdaten
Bundesland : Bayern
Regierungsbezirk : Mittelfranken
Höhe : 309 m ü. NHN
Fläche : 186,44 km 2
Einwohner: 510.632 (31. Dez.2021)
Bevölkerungsdichte : 2739 Einwohner je km 2
Postleitzahlen : 90402–90491
Vorwahlen : 0911, 09122, 09129
Kfz-Kennzeichen : N
Gemeindeschlüssel : 09 5 64 000
LOCODE : DE NUE
NUTS : DE254
Stadtgliederung: 7 Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 2 90403 Nürnberg
Website : www.nuernberg.de
Oberbürgermeister : Marcus König ( CSU )
Lage der Stadt Nürnberg in Bayern

Nürnberg ( nürnbergisch häufig Nämberch ) ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Mittelfranken des Freistaats Bayern, Die Stadt ist mit rund 540.000 Einwohnern (Oktober 2022) nach München die zweitgrößte Stadt Bayerns und die vierzehntgrößte Stadt Deutschlands.

  • Zusammen mit den direkten Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach bildet Nürnberg mit über 800.000 Einwohnern eine der drei Metropolen in Bayern,
  • Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte den Ballungsraum Nürnberg mit über 1,3 Millionen Menschen und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der knapp 3,6 Millionen Einwohner umfassenden Europäischen Metropolregion Nürnberg, eine der elf Metropolregionen in Deutschland,

Nürnberg gehört zu den Großstädten Deutschlands mit einer ausgesprochen multikulturellen Gesellschaft, Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt Nürnberg bereits in der Sigena-Urkunde aus dem Jahr 1050, ihre erste Blüte erlebte sie als eigenständige Reichsstadt des Heiligen Römischen Reichs ab 1219.

Vor den starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem sehr vereinfachten Neuaufbau der Nachkriegszeit galt die mittelalterliche Nürnberger Altstadt als eine der bedeutendsten Europas. Einige Wahrzeichen wurden jedoch originalgetreu wiederaufgebaut, vor allem die Kirchen der Stadt, Daneben blieben manche Baudenkmäler erhalten.

Zu den wichtigsten Wahrzeichen gehören einige Bauten entlang der Historischen Meile, vor allem die Nürnberger Burg, Daneben haben sich weitere Adelsbauten und Burgen der alten HRR -Reichsstadt erhalten. Außerhalb der Altstadt ist das Nürnberger Stadtbild bis zur Ringstraße, nördlich und südlich der Pegnitz, von einer dichten urbanen Bebauung mit einem hohen Anteil an Gründerzeit- und Nachkriegsbauten sowie einigen Hochhäusern geprägt.

  • Am Stadtrand findet man häufig Siedlungsstädtebau, wie Garten- und Trabantenstädte und große Grünanlagen, wie den Marienbergpark oder den Volkspark Dutzendteich, aber auch landwirtschaftliche Nutzung mit dörflichen Strukturen, wie im Knoblauchsland,
  • Überregional bedeutsam sind auch Nürnbergs weihnachtlicher Christkindlesmarkt sowie das Germanische Nationalmuseum und mehrere weitere Museen,

Globale Wahrnehmung erreichte die Stadt im 20. Jahrhundert während der Zeit des Nationalsozialismus, als auf dem Reichsparteitagsgelände die jährlichen Reichsparteitage stattfanden und die Nürnberger Gesetze verabschiedet wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt mit den Nürnberger Prozessen hingegen zum Schauplatz der ersten Urteile auf Grundlage des Völkerstrafrechts geworden und erwarb sich den Titel Stadt der Menschenrechte,

Wann fiel Franken an Bayern?

Wie Franken zu Bayern kam Wie Franken zu Bayern kam, ist schnell erklärt: Nürnberg war bereits im Mittelalter eine der mächtigsten Kaiserstädte des Heiligen Römischen Reiches. Der deutsche Kaiser Heinrich III. soll 1040/41 mit dem Bau der Nürnberger Burg begonnen haben.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Stadt und mit Ihr das Umland dank seiner zentralen Lage zu einem wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt des Reiches. Mit dem Sieg der Franzosen über die Preußen änderte sich dies alles. Vor rund 200 Jahren (Rheinische Bundesakte vom 12. Juli 1806) fiel ein Großteil des einst mächtigen Herzogtums Franken an das Königreich Bayern,

Der Zusammenbruch Preußens im Krieg gegen Napoleon besiegelte das Ende der fränkischen Herrschaftsgebiete. Erst König Ludwig I. gelang es das Zusammengehörigkeitsgefühl im Freistatt Bayern zwischen und Bayern langsam zu stärken. Er setzte auf die Erhaltung regionaler Traditionen und wollte die Eigenarten der einzelnen Landesteile stärken. Warum Franken Keine Bayern Sind

Sind die Franken katholisch?

19.05.2022 Bratwurst, Bier und Dürer – typisch Franken? Versteinerte Miene und wenig gesprächig – das muss jemand aus Franken sein. So viel zu den Vorurteilen. Dass Franken vor allem sehr vielfältig ist, zeigt die diesjährige bayerische Landesausstellung Für die einen ist der Wein im Bocksbeutel typisch für Franken.

Die anderen denken bei Franken an die wohl weltweit größte Brauereidichte. Für die einen ist Franken eine Protestanten-Hochburg, die anderen halten es für überwiegend katholisch. Die Bratwurst zumindest ist ganz eindeutig typisch fränkisch. Doch in welcher Variante? Diesen Fragen geht die diesjährige bayerische Landesausstellung “Typisch Franken?” nach, die vom 25.

Mai bis 6. November in der Orangerie in Ansbach zu sehen ist. Der Versuch einer Annäherung: GEOGRAFIE: Wo fängt Franken an, wo hört es auf? Auf den ersten Blick ist diese Frage einfach zu beantwortet: Franken besteht aus den drei Regierungsbezirken Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken.

  1. Doch Franken mache an der bayerischen Landesgrenze nicht halt, sagt der oberfränkische Bezirksheimatpfleger Günter Dippold, der an der Ausstellung mitgearbeitet hat.
  2. Sprachlich reiche Franken zum Beispiel bis zum Höhenkamm des Thüringer Waldes.
  3. Außerdem gebe es Übergangsräume in Richtung Schwaben.
  4. Im oberfränkischen Wunsiedel spreche man dagegen eher nordbayerisch und in Aschaffenburg schon rheinfränkisch.
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MENTALITÄT: Einen typischen fränkischen Charakter gibt es mit Sicherheit ebenso wenig wie einen ostfriesischen. Trotzdem: “Ein durchgehender Zug scheint mir schon ein unterentwickeltes Selbstbewusstsein zu sein”, sagt Dippold. “Die Einstellung, das Eigene ist nicht viel Wert, das Jammernde, wenig Stolze.” Darauf spielt auch die Ausstellung an, in der man an einem Bildschirm Aussprüchen wie “Franken sind keine Bayern” und “Franken – Stiefkind Bayerns” nachgehen kann.

  1. EVANGELISCH VERSUS KATHOLISCH: Von Außenstehenden wird Franken oft als Protestanten-Hochburg wahrgenommen – auch wegen Martin Luthers Zeit in Coburg.
  2. Doch der Anteil an Katholiken und Protestanten ist in etwa gleich groß, wenn auch von Region zu Region verschieden”, heißt es in der Ausstellung.
  3. Zum Teil sei es sogar von Dorf zu Dorf unterschiedlich, sagt der Historiker Dippold.

“Das macht etwas mit den Konfessionen. Man ist das andere gewohnter. Es gibt wunderbare Akte der Ökumene, bei Konfrontationen sind aber auch die Ausschläge größer.” WEIN VERSUS BIER: Was ist nun wichtiger für Franken, das Bier oder der Wein? Eine Aussage dazu will die Ausstellung nicht treffen.

  • Das muss jeder selbst entscheiden”, sagt Ausstellungsleiter Rainhard Riepertinger vom Haus der Bayerischen Geschichte.
  • Auch Dippold meint: “Der Franke ist gewissermaßen in dieser Hinsicht bilingual.” Im Osten Frankens gebe es wahrscheinlich mehr Biertrinker, in Unterfranken mehr Weinliebhaber.
  • Aber es gebe auch Regionen, wo man gutes Bier und guten Wein bekomme wie im Landkreis Haßberge.

BRATWURST: Die Bratwurst ist wahrscheinlich für viele Menschen das Typischste für Franken. Doch Franken wäre nicht Franken, wenn es auch hierbei nicht große Unterschiede gäbe. So kommt die Nürnberger Bratwurst gerade mal auf sieben bis neun Zentimeter, während die Coburger stolze 31 Zentimeter misst, wie die Ausstellung zeigt.

Sowohl in Nürnberg als auch in Coburg isst man diese im “Weggla” beziehungsweise in der Semmel. In Coburg werde diese aber vertikal aufgeschnitten, erläutert Dippold. Und in Kulmbach gibt es zur Bratwurst einen eigens dafür gebackenen Stollen. TRADITION: Die Kirchweih, die Kärwa, hat nach Angaben von Dippold noch heute vor allem in ländlichen Regionen eine große Bedeutung.

“Sie ist das Hochfest des Jahres.” Oft sieht man dort Frauen, Männer und Kinder in Tracht. Doch typisch fränkisch ist das nicht. Die Original-Trachten wie die Bamberger Haube seien aus heutiger Sicht unpraktisch und nicht straßentauglich, sagt Dippold.

  1. Stattdessen habe sich eine heruntergebrochene altbayerische Tracht durchgesetzt.
  2. Das zeigt sich auch beispielhaft in der Ausstellung: 1842 sollten zur Hochzeit von Kronprinz Maximilian II.
  3. Trachten aus allen fränkischen Regionen zu sehen sein.
  4. Es war schwierig Leute zu bekommen, die wirklich noch alte Tracht getragen haben”, sagt Riepertinger.

FRANKEN VERSUS ALTBAYERN: Ob das wirklich immer so ein starker Kontrast ist, das hinterfragt auch der Franke Dippold. “Das Bayerische ist in Franken auch beifällig aufgenommen worden.” So gebe es in Franken Zittervereine und Gebirgstrachtengruppen, in den Wirtshäusern stehen Schmankerl und Obazda auf der Speisekarte.

  1. Auch in der Ausstellung stoßen Besucherinnen und Besucher gleich zu Beginn auf ein Bild einer fränkischer Kapelle um 1900 in bayerischer Tracht und ein Werbeschild eines oberfränkischen Biers, das mit dem Bild des Münchner Kindls spielt.
  2. Natürlich gibt es auch Elemente, die einen als Franken verdrießen”, sagt Dippold mit Blick auf manche politische Entscheidung.

Doch die Ausstellung zeigt auch, dass schon im 19. Jahrhundert viele Franken im bayerischen Kabinett saßen, woher der Ausspruch kommt “Bayern wird von Franken regiert”. Und mit Markus Söder (CSU) wird dieses gerade sogar von einem Mittelfranken geleitet.

BERÜHMTE FRANKEN: Aus Franken stammen Persönlichkeiten wie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, der frühere Bundeskanzler Ludwig Erhard, Showmaster Thomas Gottschalk oder Ex-Basketballer Dirk Nowitzki. Dieser reist mit seiner Familie immer wieder in seine Heimat Würzburg, wie man in der Ausstellung lesen kann: “Ich genieße dann die Freunde, das Essen meiner Mutter, die Sprache und fühle mich im fränkischen Würzburg sehr wohl.

Da steckt noch sehr viele Franke in mir!”. Und der aus Oberfranken stammende Sternekoch Alexander Herrmann sagt in der Ausstellung: “Die typische Haltung eines Originalfranken wird so beschrieben: Versteinerte Miene, aber innerlich tobt die Heiterkeit! Aus diesem Grund werden die Franken oftmals verkannt.” ( Irena Güttel, dpa )

Was sind Franken für Menschen?

Machen statt reden – Es sind vor allem die Menschen in Franken, die die Region mit ihrer Vielfalt so einmalig machen, egal ob sie seit Generationen hier verwurzelt sind, ob sie von Franken aus in die Welt ziehen, um dann wieder zurückzukommen oder ob sie von weither kommen und einfach hiergeblieben sind.

Alle Fränkinnen und Franken, die das BR-Team getroffen hat, können sich über das Klischee des maulfaulen Franken amüsieren und es auch bedienen, falls es nötig erscheint. Sie sind neugierig, weltoffen, traditionsbewusst und wissen genau, was sie an “ihrem Franken” haben. Lieber machen statt reden – darauf können sich die Franken einigen.

Bassd scho! “Frankens Typen – Typisch Franken?” Ein Film von Julia Hofmann und Rika Momeni Zu sehen am Montag, 30. Mai 2022 um 21.00 Uhr im BR-Fernsehen und in der Mediathek “Hier ist Bayern”: Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach.

Wann kamen Franken und Schwaben zu Bayern?

HdBG : Geschichte Bayerns : Ausstellung Bayern Bilder > > Die Vielfalt der bayerischen Territorien Die Vielfalt der bayerischen Territorien Das ursprüngliche bayerische Staatsgebiet beschränkte sich auf das, was wir heute “Altbayern” nennen: die Bezirke Oberbayern, Niederbayern und seit 1623 die Oberpfalz (nördlich von Regensburg). Zwischen 1803 und 1815 kamen die neubayerischen Gebiete im Norden und Westen des heutigen Bayern dazu. Franken und Schwaben unterscheiden sich in Sprache und Mentalität von den Altbayern. Einige dieser Gebiete sind zudem bis heute überwiegend evangelisch. Zwischen 1945 und 1948 kamen ca.1,9 Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Bayern, die aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Ost- und Südosteuropa stammten. Die größte Vertriebenengruppe, die Sudetendeutschen, erhielt 1962 den Ehrentitel eines “vierten” bayerischen Stammes.1946 hatte Bayern ein großes Territorium verloren, das seit alters her mit ihm verbunden war: die Rheinpfalz (Gebiete um Kaiserslautern und am Rhein). Das Bayerische Staatswappen von 1950 deutet die regionale Vielfalt Bayerns an. Der goldene Löwe im schwarzen Feld links oben steht für die Pfalzgrafschaft bei Rhein, die 1214 an den bayerischen Herzog Ludwig als Lehen gegeben wurde. Er war jahrhundertelang das gemeinsame Kennzeichen der altbayerischen und pfälzischen Wittelsbacher. Da die Rheinpfalz seit 1946 nicht mehr zu Bayern gehört, bezieht sich der pfälzische Löwe nun nur auf den Regierungsbezirk Oberpfalz, den anderen Teil der ehemaligen Pfalzgrafschaft. Der “fränkische Rechen” rechts oben geht auf das Siegel der Würzburger Fürstbischöfe seit 1410 zurück und versinnbildlicht heute die drei fränkischen Regierungsbezirke. Der blaue Panter links unten bezieht sich auf die einst in Niederbayern ansässigen Pfalzgrafen von Ortenburg. Später übernahmen ihn die Wittelsbacher. Heute vertritt der blaue Panter die beiden altbayerischen Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern. Die drei schwarzen Löwen rechts unten sind dem Wappen der Hohenstaufen, der einstigen Herzöge von Schwaben, entnommen und repräsentieren den Regierungsbezirk Schwaben. Der Herzschild mit den weiß-blauen Rauten diente ursprünglich den Grafen von Bogen, wurde aber 1247 von den Wittelsbachern als Wappen übernommen. Das Rautenmotiv wird zusammen mit der Volkskrone am oberen Rand des Wappens, welche erstmals 1923 als Zeichen für die Volkssouveränität eingeführt wurde, als “Kleines Staatswappen” verwendet. Weiß und Blau sind die bayerischen Landesfarben. : HdBG : Geschichte Bayerns : Ausstellung Bayern Bilder

Ist München in Franken?

Oberbayern, das Vorzeigebayern mit der Landeshauptstadt München, den Alpen und den malerisch gelegenen Seen.

Sind die Franzosen Franken?

D a lachen ja die Hühner. Das vielleicht wichtigste Detail im ersten Panel des neuen „Asterix”-Bandes, das DIE WELT exklusiv außerhalb Frankreichs zeigt, ist der Wagen, mit dem Asterix und Obelix zu ihrer Reise nach Italien aufbrechen: Er hat die Form eines Hahns.

  • Der Hahn, das weiß heute jedes Kind, ist das Symbol Frankreichs.
  • Die Fußballnationalmannschaft trägt ihn auf dem Trikot seit dem Spiel gegen Belgien, das 1909 mit 2:5 verloren ging.
  • Weil gallus auf lateinisch sowohl „Hahn” als auch „Gallier” heißt, wurde der Vogel zum Wappentier Frankreichs.
  • Doch das ist er noch gar nicht so lange.

Erst einmal mussten die Franzosen anfangen, sich für die Nachfahren der Gallier zu halten. Lange Zeit fühlten sie sich wohler damit, ihre Herkunft von den Franken herzuleiten. Das Land heißt ja nicht umsonst Frankreich, Es ist hervorgegangen aus dem westlichen Teil des Frankenreichs, das Karl der Große und seine Vorgänger begründet hatten.

  • Auch in Deutschland sah man die Franzosen als Franken.
  • Theodor Körner reimte 1813 in seinem antibonapartistischen Widerstandslied „Lützows wilde verwegene Jagd”: „Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt,/ Das Hurrah jauchzet.
  • Die Büchse knallt./ Es stürzen die fränkischen Schergen.” Mit der Französischen Revolution von 1789 beginnt sich allmählich, ein neuer Abstammungsmythos zu etablieren.

Von den germanischen Franken, die das Land seit dem vierten Jahrhundert nach Christus erobert hatten, sollten jetzt plötzlich nur noch die Adeligen abstammen, die sich parasitär zu Herren der gallischen Urbevölkerung aufgeschwungen hatten. Propagandisten dieses Mythos waren die Historiker Ernest Lavisse, Camille Jullian und Augustin Thierry.

  1. Auf den Bilderbögen, die seit 1796 in der französischen Stadt Épinal gedruckt wurden, wurde der Idealtypus des großen blonden oder rothaarigen Galliers idealisiert und popularisiert.
  2. Der „Asterix”-Zeichner Albert Uderzo hat einmal berichtet, dass er sich von diesen alten Bildern, die ohnehin als Vorläufer der Comics gelten, inspirieren lassen wollte, nachdem der Autor René Goscinny 1959 die Idee zur Figur Asterix geboren hatte.

Dieser hätte dann allerdings darauf bestanden, dass der gallische Krieger ein Zwerg sein müsse. In der Dritten Republik kam Gallien dann auf die offiziellen Lehrpläne.1882 wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Jeder Franzose kennt aus seiner eigenen Schulzeit Szenen wie die, in der der Barde Troubadix als Lehrer die Kinder des Asterix-Dorfes fragt: „Nun, junger Mann, wer waren unsere Vorfahren?” Der Unabhängigkeitswillen der alten Kelten, den Julius Cäsar in seinem Buch über den Gallischen Krieg hervorgehoben hatte, wurde als Wurzel des demokratischen Bewusstseins in Frankreich verklärt, der Eroberer Caesar mit Kaiser Napoleon III.

  • Identifiziert, dessen aus monarchistischen und plebiszitären Elementen gemischte Herrschaftsform man „Cäsarismus” nennt.
  • Die Bücher von Lavisse und von François-Alphonse Aulard, der ebenfalls die Gallier als Ahnen der Republikaner beschrieb, waren bis in die zweite Hälfte des 20.
  • Jahrhunderts Grundlage des französischen Geschichtsunterrichts.

Auf dieses Weltbild, aber auch ganz allgemein auf den Schulunterricht, der ja in Frankreich landesweit genormt ist, spielen von Anfang an zahlreiche Witze in den „Asterix”-Comics an. Die lateinischen Zitate, mit denen nicht nur der alte Pirat protzt, stammen aus den rosa Seiten des „Petit Robert”, des französischen Duden.

  • Und die teilweise etwas absurden Sätze in „Asterix bei den Briten” („Mein Schneider ist reich”, „Mein Pilum ist härter als euer Sternum”) spielen auf Beispielsätze in einem Englisch-Lehrbuch der Sechzigerjahre an.
  • Dem Texter Jean-Yves Ferri und dem neuen Zeichner Didier Conrad, die die Serie seit 2013 gestalten, ist – nach ihrem von der Kritik fast einhellig gefeierten Debüt „Asterix bei den Pikten” – vorgeworfen worden, der Band „Der Papyrus des Cäsar” aus dem Jahre 2015 enthalte allzu viele Anspielungen auf die Gegenwart – bis hin zum Twitter-Vögelchen.
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Doch man muss zu ihrer Verteidigung sagen, dass „Asterix” schon immer viele Anspielungen auf aktuelle Zustände und Personen enthielt, nur haben wir sie früher nicht erkannt und verstanden. Und manches verstehen wir heute nicht mehr. Ein Beispiel: Wer weiß in Deutschland schon, dass der Wirt Labeldecadix, dessen Name die Operette „La Belle de Cadix” von Francis Lopez aus dem Jahre 1945 zitiert, haargenau so aussieht wie der französische Komiker Raimu.

Dieser spielte in Marcel-Pagnol-Filmen mit, und Goscinny, der ein großer Fan von Pagnol war, setzte dem Helden seiner Kindheit (Raimu starb bereits 1946) mit der Figur ein Denkmal. Die Szene in Labelcadix’ Bar in Marseille in „Tour de France” ist eine satirische Rekonstruktion des Pagnol-Film „Marius” aus dem Jahre 1931.

Pagnol, dessen Geschichten das alte Südfrankreich (noch ohne russische Oligarchenvillen, Massenimmigration aus dem Maghreb und die Nationale Front) feierten, fühlte sich sehr geehrt. Als er Goscinny begegnete, sagte er: „Jetzt, wo meine Figuren in einem Werk wie Ihrem zitiert werden, bin ich ganz sicher unsterblich.” Solche Spielchen konnten sich Goscinny, der alle Gags in seinen Szenarien sehr detailliert vorgab, und Uderzo erlauben, weil sie den Comics ein wiedererkennbare Struktur und ein Personal gegeben hatten, das Lesern nach einigen Jahren vertraut war wie eine Familie.

Auf dem ersten Panel des neuen Bandes, der Asterix und Obelix auf die Apenninhalbinsel reisen lässt (zum vierten Mal nach „Asterix als Gladiator”, „Die Lorbeeren des Cäsar” und „Asterix im Morgenland”) sind die Bewohner des gallischen Dorfes bei einer jener typischen Abschiedsszenen versammelt, für die sie die zwei Krieger immer bis zum Tor im Palisadenzaun begleiten.

Alle benehmen sich typisch: Häuptling Majestix gibt den beiden gute Ratschläge und appelliert an ihre Ehre, Druide Miraculix hat ausreichend Zaubertrank gebraut, Barde Troubadix schwärmt vom italienischen Liedgut, Schmied Automatix hat den Reisewagen überholt, der alte Methusalix überschätzt sich mal wieder und muss von seiner attraktiven jungen Frau zurückgehalten werden, worüber Majestix’ Frau Gutemine lästert, und Verleihnix sagt: „Angelt euch den ersten Platz!” Der Satz des Fischhändlers ist ein Hinweis darauf, dass Asterix und Obelix möglicherweise nach Rom aufbrechen, um an einem Wagenrennen teilzunehmen.

  1. Dazu passt Majestix’ Beschwörung: „Ich zähle darauf, dass ihr das Dorf würdig vertretet.” Dafür spricht auch, dass der Hahnenwagen weniger wie eine Reisekutsche aussieht als vielmehr wie ein Renngefährt.
  2. Man könnte sich dann auf eine Handlung gefasst machen, die ein bisschen zwischen „Asterix bei den Olympischen Spielen” und „Tour de France” angesiedelt ist: Die beiden Gallier fordern die Römer sportlich heraus.

Aber das ist natürlich nur Spekulation. Was wir schon wissen, ist, dass Obelix im neuen Band aufgewertet wird. Im April hat Texter Ferri auf der Kinderbuchmesse in Bologna angekündigt: „Seit ein, zwei Alben versuche ich, Obelix immer wieder ein bisschen mehr zu pushen.

  1. Es ist einfach witzig, die Rollen ein bisschen umzudrehen.
  2. Das bringt Asterix im Gegenzug ein bisschen zu seiner entscheidenden Rolle zurück: der des Helden.
  3. Gerade dadurch, dass er hinnimmt, dass Obelix etwas mehr die tragende Rolle spielt, stellt er seine Klugheit unter Beweis.” Die beiden bereisen diesmal nicht nur Rom, sondern ganz Italien und sind dann überrascht, noch andere Völker zu treffen.

Von denen stemmen sich einige, ganz wie die Gallier, gegen Roms Machtanspruch. Erkennbar ist schon auf dem ersten Bild, dass der Zeichner Didier Conrad weitere Fortschritte gemacht hat. Er wurde ja ohnehin von Uderzo als Nachfolger ausgewählt, weil er sich den Stil des mittlerweile 90 Jahre alten Meisters in so perfekter Mimikry angeeignet hatte.

  • Aber im ersten Band „Asterix bei den Pikten” sahen manche Nebenfiguren, beispielsweise Gutemine, noch etwas ungewohnt aus.
  • Mittlerweile gelingt Conrad ganz offensichtlich auch bei den Randcharakteren der Uderzo-Stil perfekt.
  • Der Serie, die nach dem frühen Tode von Goscinny im Jahre 1977 (er starb mit erst 53 an einem Herzinfarkt auf einem Laufband beim Belastungstest) 35 Jahre lang qualitativ schlingerte und zuletzt vom Allein-Fortsetzer Uderzo beinahe ruiniert worden wäre, macht gerade wieder einen sehr lebendigen und frischen Eindruck.

Die Gallifizierung Frankreichs wird also sowohl intern als auch extern weiter voranschreiten. Die Ironie der Historie ist ja, dass die Comicserie das nationale Selbstbild, dass sie liebevoll parodierte, in alle Ewigkeit perpetuiert hat. Mochten die Franzosen sich schon 1960 als Nachfolger der Kelten sehen, global hat sich diese Identifikation erst dank Goscinny und Uderzo etabliert.

Warum heißt es Franken?

Substantiv, m, Eigenname –

Singular Plural
Nominativ der Franken die Franken
Genitiv des Frankens der Franken
Dativ dem Franken den Franken
Akkusativ den Franken die Franken

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Vorder- und Rückseite der Münze im Wert von einem Franken 100 Belgische Franken (Rückseite der Banknote; mit Aufschrift auf Französisch und Deutsch)

Worttrennung: Fran·ken, Plural: Fran·ken Aussprache: IPA :, Hörbeispiele: — Reime: -aŋkn̩ Bedeutungen: Währung: in der Schweiz Währung : verschiedene historische Währungen Abkürzungen: CHF, Fr., SFr. Herkunft: Franken als Bezeichnung für eine Währungseinheit geht auf das ( alt ) französische franc → fr zurück, das aus der Verkürzung der mittellateinischen Aufschrift Francorum rex ‚König der Franken‘ entstanden ist.

Was bedeutet das Wort Franken?

Der Stamm der Franken – Unter diesem Namen tauchen in den römischen Quellen in der Mitte des 3. Jahrhunderts germanische Gruppen am Nieder- und Mittelrhein auf. Ihre Bezeichnung dürfte an die Begriffe “mutig, kühn, ungestüm, frech” anknüpfen; die Gleichsetzung Franke und Freier wird erst nach der Herrschaftsbildung im Norden Galliens entstanden sein.

Was für eine Sprache hatten die Franken?

Altfränkisch
Zeitraum frühes 3. bis 6. Jahrhundert
Ehemals gesprochen in Jenseits der nordwestlichen Grenze des (ehemaligen) römischen Reiches
Linguistische Klassifikation

Indogermanisch Germanisch Westgermanisch Weser-Rhein-Germanisch Altfränkisch

Offizieller Status
Amtssprache in
Sprachcodes
ISO 639 -1
ISO 639 -2 gem (germanische Sprachen)
ISO 639 -3 frk

Näherung des altfränkischen Sprachraums der Spätantike, ohne kleinere Sprachinseln in Gallia Belgica, Legende:

  •  Altfränkische Varietäten (1.)
  •  Nordsee- (2.) und Elbgermanische (3.) Varietäten
  •  Romanische Varietäten
  •  Somme-Aisne-Linie, nördlich davon dominieren germanische Ortsnamen.
  •  Grenze der späteren, aus den elbgermanischen Gebieten verbreiteten, althochdeutschen Lautverschiebung im 7. Jh.
  • Mit Altfränkisch oder Fränkisch wird in der historischen Sprachwissenschaft die Sprache der germanischen Franken, einem Großverband mehrerer Stämme, die sich im späten 3. Jahrhundert jenseits des niedergermanischen Limes ansiedelten, bezeichnet.

    War das Frankenreich Deutsch oder Französisch?

    Die deutsch-französische Geschichte begann vor etwa tausend Jahren. Frankreich und Deutschland sind ursprünglich aus einem Reich entstanden : dem Frankenreich.

    Wie hieß Frankreich früher?

    Bezeichnung des Staates bzw. der Staatsoberhäupter – Chlodwig I. konnte sich vermutlich erstmals als alleiniger König der Franken bezeichnen. Zuvor hatten mehrere fränkische Könige und Kleinkönige existiert. Nach Chlodwigs Tod im Jahr 511 bis zum Ende der merowingischen Dynastie 751 wurde das fränkische Gesamtreich (Regnum Francorum) abwechselnd durch die fränkischen Teilreiche, wie Neustrien, Austrasien, Burgund und Aquitanien und deren Könige dominiert.

    Franzien (im Französischen France, also der gleiche Ausdruck wie für „Frankreich”) war eine Art fränkischer Kernraum nördlich der Loire, Nachfolger Chlodwigs I. als Herrscher des Gesamtreiches und König der Franken (Francorum Rex, seltener Rex Francorum) waren unter anderem Chlothar I. (558–561), Chlothar II.

    (613–629), Dagobert I. (632–639), Chlodwig III. (691–695) oder Childerich III. (743–751). In der karolingischen Epoche bis zur Reichsteilung von Verdun (751–843) bestand die Titulatur König der Franken fort. Karl der Große nahm zudem 800 den Titel eines Römischen Kaisers an, den auch seine Nachfolger übernahmen (siehe Römisch-deutscher Kaiser, Liste der römischen Kaiser (800–924) und Liste der römisch-deutschen Herrscher ).

    Die Teilkönigreiche waren weiterhin von Bedeutung. Die Reichsteilung 843 sah als Ergebnis unter anderem das westfränkische Königreich, aus dem das Königreich Frankreich wurde. Die westfränkischen Herrscher behielten den Titel König der Franken jedoch bis ins 13. Jahrhundert bei, ferner wurden sie weiterhin gewählt.

    Auch Karl II. (823–877) war römischer Kaiser. Auch nach dem Dynastiewechsel im westfränkischen Reich von der Karolingern zu den Kapetingern im Jahre 987 – in der Geschichtsschreibung neben 843 oft als Beginn des französischen Königtums angesehen – bestand der Titel König der Franken (Roi des Francs) noch lange fort.

    Mitkönige sicherten den dynastischen Bestand. Bis ins letzte französische Königsjahr 1848 entstammten die Könige aus der Dynastie der Kapetinger, allerdings aus verschiedenen Häusern (direkte Kapetinger 987–1328, Valois und Nebenlinien 1328–1589, Bourbon und Nebenlinien 1589–1792, 1815–1848). Philipp II.

    (1180–1223) verwendete um 1190 erstmals den Titel König von Frankreich (Roi de France, Franciae Rex, seltener Rex Franciae), Ludwig IX. (1214–1270) wechselte während seiner Regierungszeit in der offiziellen Bezeichnung von König der Franken zu König von Frankreich,

    1. Der Titel König der Franken bleibt aber bis zu Philipp IV.
    2. 1268–1314) in Gebrauch.
    3. Auf Münzen findet sich Francorum Rex sogar bis ins 17.
    4. Jahrhundert.
    5. Die Titulatur König von Frankreich und Navarra (Roi de France et de Navarre) galt 1285–1328, 1589–1789 und 1815–1830.
    6. Zwischen 1328 und 1589 wurde wieder lediglich König von Frankreich verwendet.

    Nach Beginn der Französischen Revolution wechselte Ludwig XVI.1789 zum Ausdruck König der Franzosen (Roi des Français) ; dieser Titel wurde bis 1792 und dann wieder 1830–1848 verwendet. Anstelle auf das Territorium wurde nun auf die Bevölkerung Bezug genommen.

    Der Zusatz Allerchristlichster König war unter Karl VII. aufgekommen. Die Kaisertitel der Jahre 1804–1815 und 1852–1870 waren Empereur des Français (Kaiser der Franzosen), Parallel zur Bezeichnung des Herrschers kam der Ausdruck Königreich Frankreich (Royaume de France) ebenfalls im 13. Jahrhundert auf und in Gebrauch und ersetzte Royaume des Francs (Königreich der Franken) bzw.

    Francie occidentalis (westliches Franken),1791 (zwei Jahre nach der Französischen Revolution) wurde aus der absoluten eine konstitutionelle Monarchie, aus dem Königreich Frankreich für ein Jahr das Königreich der Franzosen (Royaume des Français ). Bezeichnungen der Staatsoberhäupter bzw.

    • 5.–12./13. Jahrhundert: König der Franken
    • 12./13. Jahrhundert–1791: König von Frankreich (und Navarra)
    • 1791–1792: König der Franzosen
    • 1792–1794: Nationalkonvent ( Maximilien de Robespierre )
    • 1795–1799: Direktorium ( Paul de Barras )
    • 1799–1804: Konsulat ( Napoleon Bonaparte )
    • 1804–1815: Kaiser der Franzosen
    • 1815–1830: König von Frankreich und Navarra
    • 1830–1848: König der Franzosen
    • 1848–1852: Präsident der Französischen Republik
    • 1852–1870: Kaiser der Franzosen
    • 1870–1871: Präsident der Regierung der nationalen Verteidigung (Trochu)
    • 1871–1940: Präsident der Französischen Republik
    • 1940–1944: Staatschef ( Philippe Pétain )
    • 1944–1947: Vorsitzender der Provisorischen Regierung
    • seit 1947: Präsident der Französischen Republik

    Bezeichnungen des Staates:

    • 5.–13. Jahrhundert: Königreich der Franken ( Royaume des Francs, Fränkisches Reich, Westfrankenreich )
    • 13. Jahrhundert–1792: Königreich Frankreich ( Royaume de France, Königreich Frankreich )
    • 1792–1804: Französische Republik ( République française, I. Republik )
    • 1804–1815: Französisches Kaiserreich ( Empire français, Erstes Kaiserreich )
    • 1815–1848: Königreich der Franzosen ( Restauration, Julimonarchie )
    • 1848–1852: Französische Republik ( II. Republik )
    • 1852–1870: Französisches Kaiserreich ( Zweites Kaiserreich )
    • 1870–1940: Französische Republik ( III. Republik )
    • 1940–1944: Französischer Staat ( Etat français, Vichy-Regime )
    • 1944–1947: Französische Republik ( Provisorische Regierung )
    • 1947–1958: Französische Republik ( IV. Republik )
    • seit 1958: Französische Republik ( V. Republik )

    War Frankreich Mal Deutsch?

    Der Deutsch-Französische Krieg von 1870 bis 1871 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der Führung Preußens sowie den mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt andererseits.

    1. Auslöser des Krieges war der Streit zwischen Frankreich und Preußen um die spanische Thronkandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen, Am 19.
    2. Juli 1870 erklärte Frankreich Preußen den Krieg.
    3. Entgegen der Erwartung des französischen Kaisers traten die vier süddeutschen Staaten in den Krieg ein.

    Währenddessen blieben die übrigen europäischen Mächte neutral, Innerhalb weniger Wochen im Spätsommer 1870 besiegten die deutschen Verbündeten große Teile der französischen Armeen. Nach der Schlacht von Sedan in Nordfrankreich ging Kaiser Napoléon III.

    See also:  Warum Entstehen Mandelsteine?

    Am 2. September 1870 in Gefangenschaft. Daraufhin bildete sich in Paris eine provisorische nationale Regierung, welche die Republik ausrief, den Krieg fortführte und neue Armeen aufstellte. Aber auch die neue Regierung vermochte es nicht, das Blatt zu wenden. Nach dem Fall von Paris fand sich die französische Regierung im Februar 1871 zum Vorfrieden von Versailles bereit.

    Offiziell endete der Krieg am 10. Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt, Frankreich wurden darin auch Reparationen von fünf Milliarden Francs auferlegt. Die wichtigsten Ergebnisse des Krieges waren die deutsche Reichsgründung und das Ende des Zweiten Französischen Kaiserreichs,

    • Aufgrund seiner Niederlage musste Frankreich die später als Reichsland Elsaß-Lothringen bezeichneten Gebiete an das Deutsche Reich abtreten.
    • Dies wiederum hatte die Vertiefung der bis zur Mitte des 20.
    • Jahrhunderts währenden „ Erbfeindschaft ” zur Folge.
    • In dem Krieg kamen fast 190.000 Soldaten ums Leben, mehr als 230.000 wurden verwundet.

    Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 und dem Deutschen Krieg 1866 war der Konflikt mit Frankreich der dritte und letzte der deutschen Einigungskriege, Noch während seines Verlaufs traten Baden, Bayern, Württemberg und Hessen-Darmstadt dem Norddeutschen Bund bei.

    Warum mögen sich Nürnberg und Fürth nicht?

    Der Konflikt mit Nürnberg – Für Nicht-Franken ist der Konflikt ziemlich unverständlich: Zwei zusammengewachsene Städte, die eigentlich eine Große sind. Sie gehen an der Stadtgrenze fließend ineinander über, sprechen den identischen Dialekt (was keiner der beiden zugeben würde) und doch sind sie Rivalen.

    Warum kam Nürnberg zu Bayern?

    Die Geschichte der Stadt Nürnberg setzt mit der ersten urkundlichen Erwähnung 1050 ein. Nürnberg stieg im Mittelalter unter den Staufern und Luxemburgern zu einer der wichtigen Reichsstädte im Heiligen Römischen Reich auf. Dank des blühenden Fernhandels und Handwerks wurde Nürnberg im 15.

    • Und 16. Jahrhundert eines der bedeutendsten kulturellen Zentren der Renaissance nördlich der Alpen sowie des Humanismus und der Reformation,
    • Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) verlor die Stadt ihre herausragende Stellung mit der Verlagerung der politischen Gewichte im Heiligen Römischen Reich,

    Die Stadt und ihr Territorium blieben weiter selbstständig und konnten von Handel und Handwerk profitieren. Nürnberg wurde 1806 nach der Auflösung des Alten Reichs in das neugegründete Königreich Bayern eingegliedert. Infolge der Industrialisierung erstarkte die Wirtschaft der Stadt wieder.

    • Zugleich sahen in dieser Zeit Anhänger der Romantik und des Historismus im spätmittelalterlichen Stadtbild ihr Ideal verwirklicht.
    • Ab 1927 fanden die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg statt.
    • Die Nationalsozialisten nutzten den Mythos der Stadt für ihre propagandistischen Zwecke.
    • Sie errichteten auf dem Reichsparteitagsgelände, einem fast 17 km² großen Gelände im Südosten Nürnbergs, zahlreiche Gebäude und einige Kolossalbauten.

    Im Zweiten Weltkrieg flogen die Alliierten zahlreiche Luftangriffe auf Nürnberg und beschädigten Teile der Stadt schwer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Nürnberg als Ort der Kriegsverbrecherprozesse der Alliierten ausgewählt, teils aus pragmatischen, teils wiederum aus symbolischen Gründen. Die Anfänge Nürnbergs liegen auf dem Burgberg rund um die Kaiserburg

    Wie hieß Nürnberg früher?

    Woher stammt der Name „Nürnberg”? – Im Jahr 1050 wurde Nürnberg erstmalig urkundlich erwähnt. Damals wurde die Stadt noch „Norenberc” bezeichnet. Doch obwohl die Stadt bereits mehr als 960 Jahre alt ist, war lange Zeit nicht bekannt, wie die heutige Frankenmetropole zu ihrem Namen gekommen ist.

    Der Sprachwissenschaft ist es erst vor wenigen Jahrzehnten gelungen, den Namen „Nürnberg” richtig zu deuten, indem ein Vergleich mit Deutschlands ähnlich benannten Orten gezogen wurde. Wenn man sich auf der Nürnberger Burg befindet und von der Burgfreiung senkrecht an der Mauer nach unten sieht, fällt heute noch jedem aufmerksamen Besucher auf, dass sich in den unteren Schichten ein rötlicher Sandsteinfels befindet.

    Diese auffallende Felsbildung, ein ausgewaschener Fils, ist der Ursprung des heutigen Namens der Stadt. Noch im 11. Jahrhundert wuchsen dort, wo sich heute die Nürnberger Altstadt befindet, Laub- und Nadelbäume. Das Gelände war insgesamt relativ flach und aufgrund des Wassers der Pegnitz auch sumpfig.

    Nur der rötliche Sandstein, welcher noch heute gesehen werden kann, ragte etwa 50 Meter aus der ansonsten monotonen Landschaft heraus. Da damals auf dem prägnanten Sandstein noch keine Burg erbaut war, sprachen die Siedler noch im 11. Jahrhundert zu ihrer Orientierung von dem Felsberg. Die Menschen trafen sich damit einfach beim „Felsberg”.

    Dieser Felsberg wurde allerdings „Nor” bezeichnet, was „Fels” bedeutete. Das dazugehörige Eigenschaftswort ist „nuorin” oder „norin”, was damit „felsig” bedeutet. Damit heißt Nürnberg übersetzt letztendlich Felsberg. In der Sigena-Urkunde, mit der die Stadt erstmals urkundlich erwähnt wurde, wurde Nürnberg noch mit „Norenberc” bezeichnet.

    Ist Franken größer als Bayern?

    Karte von Franken Die Region Franken liegt, kulturell und historisch definiert, zum größten Teil im politischen Bundesland Bayern, ein kleiner Teil auch in Baden-Württemberg, im Südwesten Thüringens und auch im Osten Hessens, Dieser Wikivoyage-Beitrag beschränkt sich geographisch auf den politisch in Bayern gelegenen Teil.

    Wann fiel Franken an Bayern?

    Wie Franken zu Bayern kam Wie Franken zu Bayern kam, ist schnell erklärt: Nürnberg war bereits im Mittelalter eine der mächtigsten Kaiserstädte des Heiligen Römischen Reiches. Der deutsche Kaiser Heinrich III. soll 1040/41 mit dem Bau der Nürnberger Burg begonnen haben.

    Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Stadt und mit Ihr das Umland dank seiner zentralen Lage zu einem wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt des Reiches. Mit dem Sieg der Franzosen über die Preußen änderte sich dies alles. Vor rund 200 Jahren (Rheinische Bundesakte vom 12. Juli 1806) fiel ein Großteil des einst mächtigen Herzogtums Franken an das Königreich Bayern,

    Der Zusammenbruch Preußens im Krieg gegen Napoleon besiegelte das Ende der fränkischen Herrschaftsgebiete. Erst König Ludwig I. gelang es das Zusammengehörigkeitsgefühl im Freistatt Bayern zwischen und Bayern langsam zu stärken. Er setzte auf die Erhaltung regionaler Traditionen und wollte die Eigenarten der einzelnen Landesteile stärken. Warum Franken Keine Bayern Sind

    Was heißt Franken auf Deutsch?

    Substantive
    Franconia Franken kein Pl.
    Swiss franc der Franken Pl.: die Franken
    franc der Franken Pl.: die Franken – Währungseinheit der Schweiz
    Franconian der Franke | die Fränkin Pl.: die Franken, die Fränkinnen

    Sind die Franken katholisch?

    19.05.2022 Bratwurst, Bier und Dürer – typisch Franken? Versteinerte Miene und wenig gesprächig – das muss jemand aus Franken sein. So viel zu den Vorurteilen. Dass Franken vor allem sehr vielfältig ist, zeigt die diesjährige bayerische Landesausstellung Für die einen ist der Wein im Bocksbeutel typisch für Franken.

    1. Die anderen denken bei Franken an die wohl weltweit größte Brauereidichte.
    2. Für die einen ist Franken eine Protestanten-Hochburg, die anderen halten es für überwiegend katholisch.
    3. Die Bratwurst zumindest ist ganz eindeutig typisch fränkisch.
    4. Doch in welcher Variante? Diesen Fragen geht die diesjährige bayerische Landesausstellung “Typisch Franken?” nach, die vom 25.

    Mai bis 6. November in der Orangerie in Ansbach zu sehen ist. Der Versuch einer Annäherung: GEOGRAFIE: Wo fängt Franken an, wo hört es auf? Auf den ersten Blick ist diese Frage einfach zu beantwortet: Franken besteht aus den drei Regierungsbezirken Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken.

    Doch Franken mache an der bayerischen Landesgrenze nicht halt, sagt der oberfränkische Bezirksheimatpfleger Günter Dippold, der an der Ausstellung mitgearbeitet hat. Sprachlich reiche Franken zum Beispiel bis zum Höhenkamm des Thüringer Waldes. Außerdem gebe es Übergangsräume in Richtung Schwaben. Im oberfränkischen Wunsiedel spreche man dagegen eher nordbayerisch und in Aschaffenburg schon rheinfränkisch.

    MENTALITÄT: Einen typischen fränkischen Charakter gibt es mit Sicherheit ebenso wenig wie einen ostfriesischen. Trotzdem: “Ein durchgehender Zug scheint mir schon ein unterentwickeltes Selbstbewusstsein zu sein”, sagt Dippold. “Die Einstellung, das Eigene ist nicht viel Wert, das Jammernde, wenig Stolze.” Darauf spielt auch die Ausstellung an, in der man an einem Bildschirm Aussprüchen wie “Franken sind keine Bayern” und “Franken – Stiefkind Bayerns” nachgehen kann.

    EVANGELISCH VERSUS KATHOLISCH: Von Außenstehenden wird Franken oft als Protestanten-Hochburg wahrgenommen – auch wegen Martin Luthers Zeit in Coburg. “Doch der Anteil an Katholiken und Protestanten ist in etwa gleich groß, wenn auch von Region zu Region verschieden”, heißt es in der Ausstellung. Zum Teil sei es sogar von Dorf zu Dorf unterschiedlich, sagt der Historiker Dippold.

    “Das macht etwas mit den Konfessionen. Man ist das andere gewohnter. Es gibt wunderbare Akte der Ökumene, bei Konfrontationen sind aber auch die Ausschläge größer.” WEIN VERSUS BIER: Was ist nun wichtiger für Franken, das Bier oder der Wein? Eine Aussage dazu will die Ausstellung nicht treffen.

    Das muss jeder selbst entscheiden”, sagt Ausstellungsleiter Rainhard Riepertinger vom Haus der Bayerischen Geschichte. Auch Dippold meint: “Der Franke ist gewissermaßen in dieser Hinsicht bilingual.” Im Osten Frankens gebe es wahrscheinlich mehr Biertrinker, in Unterfranken mehr Weinliebhaber. Aber es gebe auch Regionen, wo man gutes Bier und guten Wein bekomme wie im Landkreis Haßberge.

    BRATWURST: Die Bratwurst ist wahrscheinlich für viele Menschen das Typischste für Franken. Doch Franken wäre nicht Franken, wenn es auch hierbei nicht große Unterschiede gäbe. So kommt die Nürnberger Bratwurst gerade mal auf sieben bis neun Zentimeter, während die Coburger stolze 31 Zentimeter misst, wie die Ausstellung zeigt.

    Sowohl in Nürnberg als auch in Coburg isst man diese im “Weggla” beziehungsweise in der Semmel. In Coburg werde diese aber vertikal aufgeschnitten, erläutert Dippold. Und in Kulmbach gibt es zur Bratwurst einen eigens dafür gebackenen Stollen. TRADITION: Die Kirchweih, die Kärwa, hat nach Angaben von Dippold noch heute vor allem in ländlichen Regionen eine große Bedeutung.

    “Sie ist das Hochfest des Jahres.” Oft sieht man dort Frauen, Männer und Kinder in Tracht. Doch typisch fränkisch ist das nicht. Die Original-Trachten wie die Bamberger Haube seien aus heutiger Sicht unpraktisch und nicht straßentauglich, sagt Dippold.

    Stattdessen habe sich eine heruntergebrochene altbayerische Tracht durchgesetzt. Das zeigt sich auch beispielhaft in der Ausstellung: 1842 sollten zur Hochzeit von Kronprinz Maximilian II. Trachten aus allen fränkischen Regionen zu sehen sein. “Es war schwierig Leute zu bekommen, die wirklich noch alte Tracht getragen haben”, sagt Riepertinger.

    FRANKEN VERSUS ALTBAYERN: Ob das wirklich immer so ein starker Kontrast ist, das hinterfragt auch der Franke Dippold. “Das Bayerische ist in Franken auch beifällig aufgenommen worden.” So gebe es in Franken Zittervereine und Gebirgstrachtengruppen, in den Wirtshäusern stehen Schmankerl und Obazda auf der Speisekarte.

    • Auch in der Ausstellung stoßen Besucherinnen und Besucher gleich zu Beginn auf ein Bild einer fränkischer Kapelle um 1900 in bayerischer Tracht und ein Werbeschild eines oberfränkischen Biers, das mit dem Bild des Münchner Kindls spielt.
    • Natürlich gibt es auch Elemente, die einen als Franken verdrießen”, sagt Dippold mit Blick auf manche politische Entscheidung.

    Doch die Ausstellung zeigt auch, dass schon im 19. Jahrhundert viele Franken im bayerischen Kabinett saßen, woher der Ausspruch kommt “Bayern wird von Franken regiert”. Und mit Markus Söder (CSU) wird dieses gerade sogar von einem Mittelfranken geleitet.

    BERÜHMTE FRANKEN: Aus Franken stammen Persönlichkeiten wie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, der frühere Bundeskanzler Ludwig Erhard, Showmaster Thomas Gottschalk oder Ex-Basketballer Dirk Nowitzki. Dieser reist mit seiner Familie immer wieder in seine Heimat Würzburg, wie man in der Ausstellung lesen kann: “Ich genieße dann die Freunde, das Essen meiner Mutter, die Sprache und fühle mich im fränkischen Würzburg sehr wohl.

    Da steckt noch sehr viele Franke in mir!”. Und der aus Oberfranken stammende Sternekoch Alexander Herrmann sagt in der Ausstellung: “Die typische Haltung eines Originalfranken wird so beschrieben: Versteinerte Miene, aber innerlich tobt die Heiterkeit! Aus diesem Grund werden die Franken oftmals verkannt.” ( Irena Güttel, dpa )